Hab nun mal einen Ausflug nach Guangzhou gemacht. Da ich noch nie in einer Grossstadt war (Saigon mal ausgenommen, hat zwar 5 Millionen Einwohner im Stadtgebiet, aber ist noch relativ arm), wusste ich nicht so Recht, was mich erwarten würde. Ich wohne hier etwas abseits und ein wirklicher Kulturschock war die Ankunft in China überhaupt nicht. Es erinnerte mich sehr an Vietnam, nur dass hier alles etwas reicher ausschaut.
Guangzhou war dann erst ein richtiger Schock. Nur schon die Fahrt mit dem Bus in die Stadt: grosse Autostrassen (4 Spuren in jede Richtung, teilweise 3 Strassen übereinander) die voll mit Autos waren. Nicht etwa Motorräder, das sieht man kaum. Nein, Autos. Und nicht irgendwelche alten Autos, sondern neue, schöne Wagen. Mercedes, Nissan, Toyota.. ist hier alles zu finden. Natürlich auch diverse chinesischen Marken, die aber, wenigstens im Design, den Europäischen in nichts nachstehen.
In der Stadt hat es dann auch sehr viele nicht gerade billige Geschäfte. Die grossen Uhrenmarken sind natürlich vertreten:
Rolex-Werbung ist sogar im chinesischen TV vertreten. Starbucks, McDo, KFC.. und nicht etwa nur Ausländer sind da zu finden. Es wird fleissig gebaut in der Stadt und die Hochhäuser schiessen aus dem Boden.
Aber natürlich gibt es noch die andere Seite, die hinter den Hochhäusern. Da schaut’s wieder ganz anders aus, nicht so neu, fancy und international, sondern, naja ich würd mal sagen, chinesisch.
Mit den Leuten verhält es sich wie in der Schweiz, wenn man vom Land in die Stadt geht. Gemächliches Leben auf dem Land im Gegensatz zum doch ziemlich geschäftigen Eindruck in der Stadt.
Interessanterweise sind in einem Stadtteil von Guangzhou viele Schwarze zu finden. Hätte ich zugegeben nicht unbedingt erwartet. Vor allem fragte ich mich, was die alle hier machen.. Die Frage wurde dann teilweise beantwortet, als ich später von einem Schwarzen gefragt wurde “Do you need any stuff?”
Also ob ich Drogen brauche..
Da ich gehört hab, dass es nun Saison für grüne Orangen ist, hab ich irgendeinen Markt aufgesucht, bei dem ich vorbeilief. Das war dann quasi eine niedrige Halle, in der alles mögliche an frischen Lebensmitteln zu finden war: Fisch, Fleisch, Gemüse, Früchte…
Der Geruch war ganz interessant, lässt sich kaum beschreiben. Ein einziges Gemisch aus allen möglichen Gerüchen, zudem ziemlich stickig. War dann doch froh, wieder rausgehen zu können. Natürlich mit den grünen Orangen
Nach einiger Zeit in der Stadt ging ich in den Yuexiu-Park mitten in der Stadt. Quasi ein grünes Ausflugsziel für Chinesen. Und da war es dann auch soweit: mein erstes Foto mit Chinesen.. Ist ja ganz amüsant, aber grundsätzlich sehr ärgerlich, dauernd angestarrt zu werden. Gross und blonde Haare – keine sehr günstige Kombination hier. Glaube nicht dass ich mich daran gewöhnen kann, aber muss mich wohl damit abfinden. Jedenfalls, der Park war insofern ganz interessant, als dass es einige wenige Hauptwege gab, auf denen alle Leute anzutreffen waren, kaum nahm man jedoch einen Weg, der etwas den Hügel hoch verlief, war keine Menschenseele mehr da. Die Chinesen pilgerten eigentlich nur dorthin, wo gerade was los war, z.B. zu den Bootsverleihen (wo schrecklich billige chinesische Musik lief – ich vermute ja zur Abschreckung..) oder zu dieser verrückten Geissbock-Statue:
Was die Statue da sollte, das weiss ich auch nicht. Ich ging da nur hin, weil ich die Statue ja ganz amüsant fand
So, das war’s ein kleiner Einblick in meinen Ausflug nach Guangzhou. Wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein!







hrm drei dinge:
1. Der Ghetto-Stadtteil sieht viel geiler aus, als der Fancy-Teil – wahrscheinlich vorallem wegen dem extrem gelungenen Foto
2. Sind grüne Orangen nicht Grünen?..
3. Die Statue ist aber wirklich geil – die will ich auch mal sehn