.. oder so aehnlich. Aber alles der Reihe nach.
Nach dem Fruehlingsfest war ich einige Tage in Peking unterwegs und hab die offensichtlichen Sehenswuerdigkeiten angeschaut: Tian’anmen Platz, Verbotene Stadt, Himmelstempel, Sommerpalast sowie die chinesische Mauer. Das Mao-Mausoleum habe ich ausgelassen, die Schlange davor war einfach gigantisch. Wir sind in einem Gruepplein dahin, ich und James (den ich in Xi’An getroffen hatte) sind weiter zum Sommerpalast, waehrend der Rest der Gruppe angestanden ist. Und am Abend haben sie uns dann erzaehlt wie’s war: 1.5 Stunden gewartet, dann ins Mausoleum reingegangen, 2 Sekunden an Mao vorbeigelaufen und schon waren man wieder draussen.. ![]()
Die chinesische Mauer war dafuer das beeindruckendste, was ich in China bisher gesehen hab. Wir sind ein paar Stunden der Mauer entlang gewandert, was doch einigermassen anstrengend war. Die Hoehenunterschiede, ueber die sich die Mauer erstreckt, sind ganz beachtlich; die Mauer windet sich mit teilweise sehr steilen Passagen den Berg hoch..
Nun, anschliessend ging’s in den Norden, nach Harbin. Arktische Kaelte von bis zu -30 Grad erwarteten mich da. Na gut, so kalt war’s doch nicht. Es fuehlte sich etwa so an, wie wenn man in den Schweizer Bergen skifahren geht. Also nur rund -5 bis -10 Grad. Aber ab und an war es einigermassen windig, was den Tag trotz Sonnenschein eisig kalt gemacht hat!
Bekannt ist Harbin fuer seine jaehrlich stattfindenden Eis- und Schnee-Feste. Jedes Jahr werden Skulpturen aus Eis und Schnee aufgebaut, die sehr beeindruckend anzuschauen sind. Die erreichen gut und gern bis zu 30 Meter Hoehe! In der Nacht wird alles noch wunderschoen beleuchtet.. Interessanterweise hat es in Harbin einen Tigerpark. Es sollte grundsaetzlich ein geschuetzter Ort fuer eine bestimmte Tigerrasse sein. Aber wie das in China halt so ist: es ist letztlich einfach ein Touristenmagnet. Jaja, ich bin natuerlich auch hin.. Es hat sich ein wenig wie im Film Jurassic-Park angefuehlt: man wurde in einem Auto durch die verschiedenen Gehege gefahren und konnte die Tiger von nahem sehen. Und wenn die Tiger mal nur faul rumgelegen sind, wurde gehupt. Wenn man denn wollte, konnte man fuer die Tiger noch Fleisch kaufen. Fuer 10 RMB gab’s ein kleines Stueck Rindfleisch, fuer 40 RMB ein lebendes Huhn. Wer viel Geld ausgeben wollte, konnte den Tigern auch ein lebendes Rind verfuettern…
Nach einigen Tagen wurd’s mir dann definitiv zu kalt und ich ging in den Sueden. Relativ gesehen. Naemlich nach Dalian. Allzuviel wusste ich ueber die Stadt nicht, ausser dass sie etwa auf geographischer Hoehe von Peking liegt und zudem am Meer ist. Und ich war sehr ueberrascht von der Stadt. Viel zu tun gab’s nicht, Dalian ist relativ jung. Aber dafuer ist die Stadt sauber, modern, hat gute Luft, schoene Haeuser.. Durchaus ein Ort, an dem es sich ganz gut leben laesst!
Nach Dalian ging’s mit der Faehre ueber Nacht (bin in der Kantine gesessen mit vielen anderen Chinesen..) nach Yantai und sogleich weiter nach Qingdao, wo ich im Moment noch bin. Bekannt ist Qingdao grundsaetzlich fuer das Bier mit demselben Namen (auch Tsingtao geschrieben). Die Brauerei wurde vor rund 100 Jahren von deutschen Siedlern gegruendet; damals war die Stadt in deutschen Haenden. Urspruenglich nach deutschen Brauregeln gebraut, findet sich mittlerweilen ein grosser Anteil von Reis im Bier aus Kostengruenden. Trotzdem eines der besten Biere in China (nebst dem Harbin-Bier..)
Nun gibt’s ein etwas abrupter Schluss, will nicht den ganzen Tag vor dem Computer versaeumen. Viel Zeit ist ja nicht mehr uebrig in China. In 4 Tagen flieg ich bereits nach Hause! Kann ich mir noch gar nicht so wirklich vorstellen.. Aber nun gut. Wen die Flugdetails interessieren: Am Donnerstag um 20:20 lande ich von Paris kommend in Kloten.
In dem Sinne, bis bald! Fotos gibt’s dann zu Hause zu sehen.




















